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Die Entstehung von Hapkido
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Choi Yong Sul (1904 - 1987) wurde 1911
(Korea war damals unter japanischer Herrschaft) von einem
japanischen Süßwarenhersteller von Korea mit
nach Japan genommen.
Dieser verstieß ihn jedoch nach kurzer Zeit wieder,
worauf er zum Straßenbettler wurde und viele Kämpfe
mit anderen Kindern hatte. Jedoch besaß Choi eine
besondere Ausstrahlung, sodaß ein gebildeter Japaner
auf ihn aufmerksam wurde und ihn schließlich adoptierte.
Sein Adoptivvater sandte Choi zur Schule, damit er eine
Ausbildung erhalten und die japanische Sprache lernen würde.
Choi interessierte sich allerdings nicht für die Schule,
und er hatte auch dort viele Prügeleien. Sein Adoptivvater
ließ ihn also wählen, ob er in die Schule gehen,
oder lieber kämpfen lernen wollte. Choi entschied sich
für die Kampfkunst und wurde in eine Yawara Ryu (Daito
Ryu) Schule eingeschrieben. Fortan trainierte er über
30 Jahre bei seinem Meister Takeda Shogaku (Ein weiterer
Schüler von Meister Shogaku war der spätere Begründer
des Aikido, Morihei Ueshiba). Als zu spüren war, daß
Japan den Krieg verlieren würde, sandte Meister Shogaku
seinen Schüler Choi anfang 1945 - noch vor dem Ende
des Krieges - zurück nach Korea. Nach dem 2. Weltkrieg,
nachdem Korea seine Unabhängigkeit wieder erlangte,
war das japanische Yawara nicht sehr beliebt in Korea. Daher
änderte ein Schüler von Choi den Namen von Yawara
auf den koreanischen Namen Yu Kwon Sul, das bedeutet soviel
wie harte und weiche Kampftechnik.
Inzwischen hatte Meister Choi die weichen und runden japanischen
Bewegungen des Yawara mit den harten traditionellen koreanischen
Techniken des Taekyon (Vorläufer des Tae Kwon Do) verbunden.
Ji Han Jae Ji Han Jae (geboren 1936) begann
1949 im Alter von 13 Jahren mit dem Training bei Meister
Choi Yong Sul in der Stadt Tae Ku. Ji lernte ungefähr
fünf Jahre bei Meister Choi und galt dort als Meisterschüler.
Mit 18 Jahren (1954) lernte Ji Kampftechniken (Kurzstock,
Langstock und Beintechniken) bei dem Taoisten Lee. Fast
fünf Jahre lernte er bei einer buddhistischen Nonne
mentale und spirituelle Techniken, Meditations- und Kiübungen
(Ki = die innere Kraft). Mit 23 Jahren (1958) eröffnete
Meister Ji seine erste Kampfkunstschule (Dojang). Er kombinierte
alle Stile, die er bisher erlernt hatte, und nannte sie
seit dem 25. Juli 1958 HAPKIDO. Auch das Symbol des fliegenden
Adlers existiert seit diesem Tag. 10 Monate später
übersiedelte Großmeister Ji mit seiner Schule
nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas. 1961 kam General
Park Chung Hee durch einen Putsch an die Macht. Ab 1966
war Großmeister Ji 18 Jahre lang Leibwächter
des Präsidenten Park Chung Hee und Ausbilder der 300
Mann starken Leibwache des Präsidenten, der koreanischen
Polizei, der Militärakademien sowie der Korean - Special
- Forces. Am 7. Juli 1967 wurde der fliegende Adler - das
Hapkido Symbol - offiziell von der koreanischen Regierung
anerkannt und registriert. 1969 kam Großmeister Ji
Han Jae im Rahmen eines Informations - Austauschprogramms
zwischen der koreanischen Regierung und des amerikanischen
Pentagons in die USA. Großmeister Ji trainierte dort
einige der Leibwächter von Präsident Nixon, F.B.I.
Agenten und auch Spezialagenten (O.S.I. - Office of Special
Investigation Personnel).
Bei dieser Reise wurde er auch mit Bruce Lee bekannt gemacht.
Bruce Lee war von Großmeister Ji sehr beeindruckt
und bat diesen daher, ihn zu unterrichten. Wegen seines
neuen Privatschülers reiste Großmeister Ji für
2 Jahre nach Hong Kong. Bei dem Film "Game of Death"
("Mein letzter Kampf") hat Großmeister Ji
mitgewirkt. 1979 wurde Präsident Park Chung Hee ermordet
und seine Anhänger verhaftet. Nach seiner Haftentlassung
1984 verließ Großmeister Ji Korea und ging in
die USA (mit einem Zwischenstopp bei seinen Schülern
in Deutschland Kim Sou Bong und Song Il Hak). Er eröffnete
eine Schule in San Francisco (1984). Hier unterrichtet er
nun auch die mentalen Techniken und nicht nur - wie bisher
- die Dinge, die jeweils von ihm verlangt wurden.
Hapkido wurde nie straff organisiert, deshalb gibt es heute
viele verschiedene Stilrichtungen. Für uns sind alle
Richtungen Teil einer großen Familie. Wir achten und
respektieren alle seriösen Hapkido Organisationen.
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